Café D Suchthilfe Düren
Café D
Das Café D, als offener Bereich der Suchthilfe Düren-Jülich, gilt seit mehr als 40 Jahren als wichtige und unkomplizierte Anlaufstelle für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen. Es stellt ein niedrigschwelliges Aufenthalts- und Kontaktangebot für substanzabhängige Menschen in prekären Lebenslagen dar.
Im Kontaktcafé können Besuchende mit anderen Menschen in Kontakt treten sowie alkoholfreie Getränke und ein kostenloses Frühstück erhalten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich zu duschen und Wäsche zu waschen.
Eine pädagogische Fachkraft ist während der Öffnungszeiten ständige Ansprechperson und unterstützt Besuchende bei Problemen und Schwierigkeiten. Aufgrund der engen Verzahnung von Kontaktcafé und Beratungsstelle können auch andere Mitarbeitende der Suchthilfe Caritas Düren-Jülich auf höherschwellige Beratungs- und Unterstützungsangebote angesprochen werden.
Unsere Angebote im Überblick
- Unkomplizierte Kontaktherstellung und Unterstützung bei Alltagsproblemen
- Kostenloses Frühstück und alkoholfreie Getränke
- Wasch- und Duschmöglichkeiten
- Vermittlung in weitere städtische Hilfs- und Unterstützungsangebote
- Kostenlose Nutzung von WLAN, Internet, Telefon und Fax für persönliche Angelegenheiten und Behördenangelegenheiten
- Krisenintervention und existenzsichernde Hilfen
- Safer-Use und Safer-Sex Informationen
- Ausgabe von Konsumutensilien für einen risikomindernden Drogengebrauch
Öffnungszeiten Café D
Montags 09:00 Uhr - 13:00 Uhr
Mittwochs 13:00 Uhr - 16:00 Uhr
Café D mobil / Streetwork
Café D mobil umschreibt die aufsuchende Arbeit der Suchthilfe im Stadtgebiet Düren. Es handelt sich um ein niedrigschwelliges Angebot für Menschen mit abhängigem oder problematischem Substanzkonsum.
Zwei Mitarbeitende suchen einmal wöchentlich Menschen in öffentlichen Räumen wie Parks oder öffentliche Plätze auf, die über andere Angebote des Suchthilfesystems nicht oder unzureichend erreicht werden. Neben der Versorgung mit Hilfsmitteln zur Reduzierung gesundheitlicher Folgeschäden durch Drogenkonsum ist die aufsuchende Arbeit Anknüpfungspunkt für erste Beratungsgespräche oder Vermittlungen in andere Institutionen.
Durch die regelmäßig aufsuchende, akzeptanzorientierte Arbeit unserer Mitarbeitenden kann Vertrauen zu den aufgesuchten Menschen hergestellt werden, die auf dieser Grundlage erstmalige positive Beratungserfahrungen sammeln können. Dies ist zugleich eine wichtige Voraussetzung, um über Veränderungen der eigenen Konsumgewohnheiten nachzudenken und weiterführende Hilfs- und Unterstützungsangebote in Anspruch zu nehmen.
Unsere Angebote
- Vergabe sterilen Materials für intravenösen und inhalativen Drogengebrauch
- Unterstützung bei Behördenangelegenheiten und sonstigen Problemstellungen
- Beratung und Betreuung bei persönlichen Problemen
- Vermittlung und Begleitung in andere Hilfsdienste wie Sucht- oder juristische Beratung
- Safer-Use und Safer-Sex Beratung
NALtrain
Am 1. Juli 2021 startete das Bundesmodellprojekt "NALtrain", an dem sich die Suchthilfe der Caritas Düren-Jülich beteiligt. Es handelt sich dabei um ein lebensrettendes Angebot für Opialkonsumentinnen und Opialkonsumenten.
Das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Modellprojekt soll den Grundstein dafür legen, dass möglichst viele Opiatkonsumentinnen und Opialkonsumenten sowie Substituierte ein lebenswichtiges Medikament in Form eines Nasensprays mit sich führen und anwenden können. Naloxon ist ein Opioid-Antagonist, der die atemlähmende Wirkung von Opioiden wie Heroin, Fentanyl und Methadon innerhalb weniger Minuten aufhebt und somit Leben rettet.
Opiatkonsumentinnen und Opialkonsumenten werden regelmäßig im Rahmen von 15- bis 45-minütigen Kurzinterventionen, Einzel- und Gruppenschulungen, fortgebildet. So können sie im Fall von Überdosierungen das Notfallmedikament fachgerecht anwenden und Leben retten.