Rund 150 Menschen verschiedener Nationalitäten haben am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag, am ersten Fußballturnier gegen Diskriminierung auf dem Gelände des SV Jülich 1912 teilgenommen. Die Veranstaltung wurde von der Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit Jülich (ADA) in Trägerschaft des Caritasverbandes für die Region Düren-Jülich gemeinsam mit dem SV Jülich 1912 und dem Kulturverein Al Sadek organisiert.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Mohamed Khomassi, Mitglied des Kreistags Düren, des Stadtrats Jülich und des Vereins Al Sadek, der beim Turnier den Bürgermeister der Stadt Jülich vertrat, zusammen mit Carsten Düppengießer, Leiter des Fachbereichs Sozialräumliche Arbeit beim Caritasverband Düren-Jülich, Doina Rück, Vorsitzende des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Jülich, sowie Wolfgang Beck, Vorsitzender des SV Jülich 1912. In ihren Beiträgen betonten sie die Bedeutung von Vielfalt, gesellschaftlichem Zusammenhalt und aktivem Engagement gegen Diskriminierung. Auch Joe Ecker, bekannt für seinen Einsatz gegen Rassismus im Fußball, unterstützte die Veranstaltung.
Ein Freundschaftsspiel zweier gemischter Jugendmannschaften des SV Jülich 1912 verdeutlichte zudem, wie wichtig es ist, Kinder und Jugendliche frühzeitig für die Werte von Fairness, Respekt und Toleranz zu sensibilisieren. Den Turniersieg sicherte sich die Mannschaft des SV Jülich 1912, die sich im Finale gegen das Team von Perfekt Genießen im Elfmeterschießen durchsetzte. Neben dem sportlichen Wettbewerb mit acht Mannschaften erwartete die Besucherinnen und Besucher ein familienfreundliches Rahmenprogramm mit Hüpfburg, Musik sowie Speisen und Getränken.
Zum Abschluss zogen die Veranstalter ein positives Fazit. Emmanuel Ndahayo von der Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit Jülich betonte, dass mit dem Turnier und dem Familienfest ein starkes Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und gesellschaftliche Spaltung gesetzt worden sei. Aufgrund der positiven Resonanz soll die Veranstaltung künftig jährlich rund um den Weltflüchtlingstag stattfinden.
Die Veranstaltung wurde aus Mitteln des Migrationsfonds des Bistums Aachen gefördert.
Zitate zum Fußballturnier gegen Diskriminierung am 20. Juni 2026 in Jülich
Mohamed Khomassi, Mitglied des Kreistags Düren, des Stadtrats Jülich und Vertreter des Vereins Al Sadek: "Dieses Turnier bringt Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie begegnen würden, und zeigt, dass Respekt und Zusammenhalt stärker sind als jede Form von Ausgrenzung."
Carsten Düppengießer, Leiter des Fachbereichs Sozialräumliche Arbeit beim Caritasverband Düren-Jülich: "Mit der Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit setzen wir uns dafür ein, Menschen für die Folgen von Rassismus und Diskriminierung zu sensibilisieren und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Das Fußballturnier schafft Begegnungen, bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen und setzt am Weltflüchtlingstag ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Respekt und Solidarität mit Geflüchteten."
Doina Rück, Vorsitzende des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Jülich: "Wenn ich meine Tochter Fußball spielen sehe, sehe ich, wie sie Teamgeist lernt, mit Fehlern umgeht und erlebt, dass man gemeinsam stärker ist. Genau das erleben viele Kinder und Erwachsene hier heute. Es reicht nicht, nur gegen Diskriminierung zu sein. Wir müssen aktiv handeln, einschreiten, widersprechen und Menschen sichtbar machen."
Wolfgang Beck, Vorsitzender des SV Jülich 1912: "Unser Verein steht für Vielfalt und ein starkes Miteinander, unabhängig von Herkunft, Religion oder Kultur. Diskriminierung hat bei uns keinen Platz. Allein in unserer Mannschaft sind 13 Nationen vertreten. Das zeigt, dass Vielfalt bei uns nicht nur ein Wort, sondern gelebte Realität ist. Gemeinsam fördern wir Toleranz, Teamgeist und gegenseitigen Respekt - auf und neben dem Platz."
Emmanuel Ndahayo, Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit Jülich (ADA), Caritasverband für die Region Düren-Jülich: "Mit dem Turnier und dem Familienfest haben wir ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und gesellschaftliche Spaltung gesetzt. Wir möchten auf das vielfältige Engagement in Jülich und Umgebung gegen Ausgrenzung und Spaltung aufmerksam machen und für gesellschaftlichen Zusammenhalt werben."