Mit dem Fußballturnier "Fußball gegen Diskriminierung", begleitet von einem familienfreundlichen Rahmenprogramm, setzen die Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit Jülich (ADA) in Trägerschaft des Caritasverbandes für die Region Düren-Jülich, der SV Jülich 1912 und der libanesische Kulturverein Al Sadek am Samstag, 20. Juni 2026 von 12 bis 18 Uhr, ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und gesellschaftliche Spaltung. Die Veranstalter laden Familien, Fußballbegeisterte und alle Interessierten herzlich auf den Sportplatz des SV Jülich 1912, in der Rurauenstraße 2, 52428 Jülich ein. Das Turnier findet erstmals statt und soll künftig jährlich im Juni ausgetragen werden.
Der kürzlich veröffentlichte Jahresbericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes dokumentiert mit mehr als 13.000 Beratungsanfragen im Jahr 2025 einen neuen Höchststand. Das Turnier wird bewusst rund um den 20. Juni organisiert, der weltweit an das Schicksal von Geflüchteten erinnert. Vor diesem Hintergrund möchten die Veranstalter gemeinsam mit möglichst vielen Besucherinnen und Besuchern ein deutliches Zeichen für Respekt und ein friedliches Miteinander setzen. Gleichzeitig machen sie auf das vielfältige Engagement in Jülich und der Region gegen Diskriminierung und gesellschaftliche Ausgrenzung aufmerksam.
An dem Turnier nehmen acht Erwachsenenmannschaften aus Jülich und Umgebung teil. So sieht das Programm aus:
12 Uhr: Ankunft der Mannschaften
12.30 Uhr Begrüßungsreden der Initiatoren des Turniers
13 Uhr: Freundschaftsspiel zweier gemischter Jugendmannschaften des SV Jülich 1912
13.30 Uhr Start des Turniers
18 Uhr Siegerehrung
Antirassismus und Antidiskriminierung spielen bereits in der Kinder- und Jugendarbeit eine wichtige Rolle. Sportliche Aktivitäten fördern Werte wie Gemeinschaft, Respekt und Fairness. Daher treten im Vorfeld des Turniers zwei gemischte Jugendmannschaften des SV Jülich 1912 zu einem Freundschaftsspiel an.
Für Kinder steht eine Hüpfburg bereit. Außerdem werden Kaffee, Kuchen sowie Speisen vom Grill angeboten. Die Siegerehrung ist gegen 18 Uhr geplant.
"Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Diskriminierung für viele Menschen weiterhin Realität ist. Gerade deshalb wollen wir mit diesem Turnier ein sichtbares Zeichen setzen. Sport bringt Menschen zusammen und schafft Begegnungen auf Augenhöhe", erklärt Emmanuel Ndahayo von der Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit Jülich (ADA) der Caritas Düren-Jülich.
"Beim SV Jülich 1912 hat Diskriminierung keinen Platz. Das gilt für unsere Jugend wie für unsere Herrenmannschaft. Allein in unserem Team sind 13 Nationen vertreten. Das zeigt, dass Vielfalt für uns nicht nur ein Wort ist, sondern täglich gelebt wird", erklärt Stephan Böhme vom SV Jülich 1912.
"Als jemand, der selbst erlebt hat, wie wichtig Zugehörigkeit und Anerkennung sind, bedeutet mir dieses Turnier sehr viel. Es bringt Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie begegnen würden, und zeigt, dass Respekt und Zusammenhalt stärker sind als jede Form von Ausgrenzung", so Mo Khomassi vom Verein Al Sadek.
Das Turnier wird durch den Migrationsfonds des Bistums Aachen finanziell unterstützt.