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Stand: 29.05.2018

Pressemitteilung

Fachveranstaltung

IOM Internationale Organisation für Migration informiert über ihre Arbeit

Düren. 20 Teilnehmer aus Beratungsdiensten der Caritas und Diakonie sowie Vertreter der Sozialämter von Stadt Düren, Stadt Jülich und einigen Gemeinden des Kreises Düren waren der Einladung gefolgt. 

"Es ist gut zu sehen, dass die verschiedenen lokalen Akteure rund um die Themen Zuwanderung sowie Rückkehr in die Heimatländer hier zusammenfinden und sich über die verschiedenen Möglichkeiten der Hilfen informieren und austauschen. Der Caritasverband Düren-Jülich mit seinem Migrations- und Integrationsdienst, ist ein Ansprechpartner für Migranten auch bei der Frage der freiwilligen Rückkehr in das Heimatland", so Rudolf Stellmach, Fachbereichsleiter für sozialräumliche Arbeit.

Die Referentinnen Nathalie Kaspers und Jana Podschadel stellten zu Beginn die grundlegenden Aufgaben der IOM dar, die weit über die reine Rückkehrhilfe hinausgehen. Die 1951 gegründete Internationale Organisation für Migration (IOM) ist die führende zwischenstaatliche Organisation im Bereich Migration und zählt 166 Mitgliedsstaaten sowie 8 Staaten mit Beobachterstatus. Sie betreibt 400 IOM-Büros in über 100 Ländern mit rund 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Bundesrepublik Deutschland ist seit 1954 Mitgliedstaat der IOM. In Berlin, Nürnberg, Frankfurt/Main und Brandenburg setzt IOM Deutschland nationale und internationale Projekte zu Migrationsthemen um.


Zu den Schwerpunkten der Arbeit in Deutschland gehören Projekte zum "Resettlement" (vgl. Link) und zur Familienzusammenführung sowie die Unterstützung der freiwilligen Rückkehr und Reintegration. Diese umfasst das REAG/GARP-Programm, Rückkehrberatungsstellen, Informationen zu den Rückkehrländern und spezielle Reintegrationshilfen. Deutschland unterstützt die weltweite Arbeit der IOM im Bereich der humanitären Hilfe, der Friedenskonsolidierung und der Bekämpfung von Menschenhandel. Die Projekte werden von den IOM-Missionen vor Ort umgesetzt, IOM Deutschland fungiert als Verbindungsstelle zum Auswärtigen Amt.

Die verschiedenen Programme wurden den Teilnehmern von den Referentinnen detailliert und fachkundig vorgestellt und Fragen konnten hier besprochen werden. Die Teilnehmer sind nach dieser Informationsveranstaltung besser mit den Hilfen durch IOM vertraut und in der Lage, in enger Kooperation miteinander, Hilfesuchenden entsprechende Beratung und Unterstützung zukommen zu lassen.

Das Thema der Rückkehr in das Heimatland nahm den größten Teil der Veranstaltung ein. IOM leistet in Deutschland organisatorische und finanzielle Hilfen für rückkehrwillige Menschen. Die Rückkehr in das Heimatland kann sehr vielfältige Gründe haben. Die Beratung durch die Dienste und Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände erfolgt immer vor dem Hintergrund einer zunächst ergebnisoffenen und freiwilligen Beratung. Dieser Grundsatz steht im Selbstverständnis des IOM ebenfalls an oberer Stelle der Bemühungen um eine Rückkehr in das Heimatland mit positiver Perspektive.

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