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Stand: 13.09.2019

Pressemitteilung

Jubiläum Pflegestationen

Festakt und Mitarbeiterparty zum 40-jährigen Bestehen der Caritas-Pflegestationen

Düren. Am Freitag, den 21.09.2018 begannen die Feierlichkeiten mit einem Festgottesdienst um 11.00 Uhr in St. Peter zu Birkesdorf, zelebriert von Propst Josef Wolff und den Diakonen Winfried Zeller und Josef Boltersdorf. In seiner Predigt dankte Wolff vor allem den Menschen, die sich in der caritativen Arbeit früher und heute engagieren. "Für mich ist Caritas übrigens der sympathischste Wesensvollzug von Kirche", so der Pfarrer, "weil Dienst am Mitmenschen erdet. Da bewährt sich mein Christ-Sein, da werde ich gefordert." Wolff betonte in diesem Zusammenhang, wie wichtig Zuwendung und Aufmerksamkeit in der Pflege und im Umgang mit dem Nächsten sind und nutzte das Motto des Gottesdienstes "Folge mir nach!" (Matthäus 9,9) zum Aufruf, den guten Beispielen zu folgen.

Ab 12.30 feierten dann Mitarbeiter und geladene Gäste den Festakt in der benachbarten Festhalle Birkesdorf. Nach einem kurzen Sektempfang begrüßte Caritas-Vorstand Dirk Hucko die Anwesenden und erinnerte an die Gründung im April 1978 der damals noch "Sozialstation für Kranken-, Alten- und Familienpflege" genannten Einrichtungen. Die ersten Stationen wurden in Jülich und Vossenack gegründet. Sechs weitere sollten im Laufe der Jahre folgen. Kirche und Caritas reagierten so auf einen Wandel in der Gesellschaft. Das sich Kümmern um Alte, Kranke oder anderweitig Hilfsbedürftige konnte nicht mehr allein wie vormals von den Gemeindeschwestern erledigt werden, die Menschen Zuhause aufsuchten und sich kümmerten. Die Gesellschaft wurde älter, die Fürsorge durch die Großfamilie veränderte sich und die Zahl der Gemeindeschwestern nahm in den 70er Jahren dramatisch ab. Auf Bitten des Bischofs von Aachen, gründete die Caritas vor 40 Jahren die ersten Sozialstationen, weil die Versorgung der Menschen nicht mehr gewährleistet war. "Anfangs vor 40 Jahren waren es erstmal nur neun Mitarbeiter, die von den Kirchengemeinden zur Caritas übernommen wurden. Vor zehn Jahren - beim dreißigjährigen Jubiläum - waren es dann schon 150 Kolleginnen und Kollegen und heute haben unsere Pflegestationen rund 360 Mitarbeiter" beschrieb Hucko die Entwicklung des größten Pflegedienstes im Kreis Düren.

Musikalisch begleitet vom Klarinetten-Quartett der Musikschule Düren in den Pausen, folgten die Grußworte von Maria Buttermann (in Vertretung für den Regionalvikar), Philipp Knippertz (Diözesancaritasverband), Dr. Ralf Nolten (Landtagsabgeordneter) und Elisabeth Koschorreck (Stadt Düren), die alle eine lange Verbindung zum Caritasverband haben. 

Die Festrede hielt Gerda Graf, Pionierin auf dem Gebiet der Hospizarbeit und engagierte Verfechterin der Rechte schwerkranker und sterbender Menschen, die seit 2016 auch Mitglied des Caritasrates ist. Sie beleuchtete den gesellschaftlichen Umgang mit dem Älterwerden kritisch: "Schon unsere Sprache bringt die Angst vor dem Alter zum Ausdruck" so Graf. Die Empathie der Mitarbeiter würde reduziert auf die routinierte Pflege des Körpers und plädierte dafür, den Erfahrungsschatz der "Experten am Krankenbett" nicht außer Acht zu lassen.

Fachbereichsleiter Elmar Jendrzey, der diesen Dienst seit vielen Jahren wesentlich prägt, dankte zum Schluss des offiziellen Teils vor allem seinem Organisationsteam und leitete zum geselligen Teil des Festakts über.

Den Organisatoren rund um Herrn Jendrzey war es eine Herzensangelegenheit, dass bei diesem Jubiläum vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ambulanten Pflege im Mittelpunkt stehen und für ihren engagierten Dienst am Menschen den verdienten Dank bekommen. Daher hatte der Caritasverband sie am darauffolgenden Samstagabend ab 18.30 zu einer Teamparty in die Dürener Endart Kulturfabrik eingeladen. Die Hauswirtschafts-Kollegen aus den Altenzentren hatten es sich nicht nehmen lassen, ein umfangreiches Buffet für die Party aufzubauen. Bei Liveband und DJ feierten etwa 200 Kolleginnen und Kollegen der Caritas-Pflegestationen bis in den späten Abend.

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