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Stand: 13.09.2019

Pressemitteilung

Austausch Pflegepolitik

Politik trifft Praxis: Thomas Rachel im Gespräch mit Pflegeexperten der Caritas

Jülich. Im Rahmen seiner Wahlkreistour besuchte der Dürener Bundestagsabgeordnete Staatssekretär Thomas Rachel (CDU) das Alten- und Pflegezentrum der Caritas in der Merkatorstraße.

Hausleiterin Diana Augosto (re.) erläutert 2 Personen den geschützten DemenzbereichHausleiterin Diana Augosto (re.) erläutert Thomas Rachel den geschützten DemenzbereichLehwald / Caritas

Hausleiterin Diana Augusto führte die Delegation, neben dem Abgeordneten bestehend unter anderem aus Jülicher Lokalpolitikern, Caritas-Mitarbeitern und dem zweiköpfigen Vorstand des Verbandes, durch das Haus. Vorstand Marcus Mauel berichtete über neue Konzepte und Wohnformen im Altenheim, das sich gerade in einer Umstrukturierung befindet. Auch durch umfangreiche Baumaßnahmen werden die Bereiche Wohnen und Hauswirtschaft aufgewertet. Die nach wie vor wichtige und unerlässliche Pflege soll den Alltag nicht mehr so dominieren, sondern das gemeinsame Zusammenleben.

Thomas Rachel sprach sich für eine weitere Aufwertung des Pflegeberufs aus. "Hier leisten Menschen für andere Menschen wichtige und wunderbare Arbeit", betonte der Dürener Bundestagsabgeordnete.  Er begrüßte zudem die Pflegereform der Bundesregierung, die mit der Einführung der neuen Pflegegrade die Betroffenen stärker unterstützt.

Der Besuch des geschützten Demenzbereichs samt Garten der angrenzenden Tagespflegeeinrichtung der Caritas, bot Gelegenheit auch einen Blick auf den Sinn gesetzlicher Rahmenbedingungen zu werfen. Eine Überregulierung in Teilbereichen verhindert mitunter die Umsetzung innovativer Ansätze oder treibt Modernisierungskosten in abstruse Höhen. Eine Belastung besonders für kleinere private Anbieter. "Dies gefährdet die Trägervielfalt, obwohl genau diese politisch gewollt ist und die auch wir als Caritasverband befürworten" gibt Marcus Mauel zu bedenken. Die Folge: viele Bauauflagen verdrängen kleinere, private und alteingesessene Anbieter vom Markt und große Anbieterketten übernehmen. Eine Entwicklung, die auch Thomas Rachel bedenklich findet.

Ähnlich verhält es sich in Bereich des Pflegepersonals. "Eine höhere Durchlässigkeit in den Vorgaben würde es uns erlauben Systeme bedarfsgerechter anzupassen und unser Personal intelligenter einzusetzen" so Mauel. Eine gründliche Kontrolle und kluge Rahmenbedingungen zur Sicherung der Pflegequalität sind natürlich unerlässlich, darin waren sich alle in der Runde einig, aber das Ziel muss sein, wieder mehr Zeit mit den Patienten zu verbringen, anstatt mit übertriebenen Leistungsdokumentationen.

Caritas-Vorstand Dirk Huco (li.) erläutert der Gesprächsrunde die Position der CaritasCaritas-Vorstand Dirk Huco (li.) erläutert die Position der CaritasLehwald / Caritas

"Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass sich mehr junge Menschen für den Beruf als Altenpfleger/in interessieren, um weiterhin genügend Fachkräfte für die Pflegeberufe gewinnen zu können", so Dirk Hucko, Sprecher des Vorstandes des Caritasverbandes. "Wir versuchen daher in der Öffentlichkeit immer wieder deutlich zu machen, dass Altenpfleger/in nicht nur ein zukunftssicherer, sondern auch ein sehr interessanter und verantwortungsvoller Beruf ist." Auch die Bezahlung müsse sich gegenüber anderen Ausbildungsberufen keineswegs verstecken.

Bei der Caritas sind es nach der dreijährigen Ausbildung rund 35.000 Euro jährlich als Einstiegsgehalt für eine Vollzeitstelle und es steigt im Laufe der Berufsjahre bis 44.000 Euro jährlich.

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