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Stand: 13.09.2019

Pressemitteilung

Fachfrau für Elternkuren

Generationswechsel in der Kurberatung des Caritasverbandes

Düren/Jülich. Die Beratung von Eltern zu Kuren ist seit mehr als 30 Jahren eine Institution in der Region. Frau Enza Gross, die über die gesamte Zeit die Beratungen in Düren und Jülich durchführte, hat hieran einen maßgeblichen Anteil. Sie vermittelte unzähligen Müttern und Vätern eine dringend notwendige Kur - entweder gemeinsam mit dem Kind oder nur als Auszeit für sich, wenn die Grenzen der Belastbarkeit erreicht waren. Jetzt wurde Frau Gross, nicht ohne einen Rückblick auf die bewegende Arbeit während einer Feierstunde, in den verdienten Ruhestand verabschiedet.

Frau Gross ist über die Jahre häufig die erste Ansprechpartnerin für gesundheitlich belastete Mütter und Väter gewesen. Ein großes Maß an Einfühlungsvermögen, Geduld und Verschwiegenheit ist erforderlich, wenn Eltern erstmals über ihre Lebenssituation sprechen. Durch ihre zugewandte, freundliche und hilfsbereite Art, in Verbindung mit der über die Jahre gewonnenen Fachkompetenz, ist es ihr gelungen, das Vertrauen der Frauen und Männer zu gewinnen. Der erste Schritt für eine erfolgreiche Beratung und Veränderung der belasteten Situation.

Mittlerweile ist der Anspruch auf eine Mütterkur, Väterkur oder Mutter-Kind- beziehungsweise Vater-Kind-Kur gesetzlich verankert. Sie ist eine Sonderform einer stationären medizinischen Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme für Mütter und Väter. Die Leistung umfasst in der Regel 21 Tage und es besteht ein Rechtsanspruch bei Vorliegen der gesundheitlichen Voraussetzungen an die Krankenkassen für deren Versicherte. Dies war viele Jahre nicht so und es bedeutete häufig, dass es ein zähes Ringen mit den Kostenträgern gab, bis eine Bewilligung der Maßnahme erfolgte.

Heute hat sich die Bewilligungspraxis zwar gebessert, es fehlt aber oft an Kurplätzen, da in den vergangenen Jahren viele Einrichtungen schließen mussten. Enza Gross hat sich für die Rechte der Mütter und Väter häufig sehr stark engagieren müssen. "Ich habe das immer gerne gemacht, weil ich die Notsituation der Mütter und Väter gesehen habe - und vor allem der Kinder wegen, die nur gesund und stark aufwachsen können, wenn die Eltern gesund und belastbar sind", so Frau Gross. 

Enza Gross (rechts sitzende) konnte ihre Nachfolgerin Sonja Gysbers-Krause (sitzt links am Schreibtisch gut einarbeiten.Enza Gross konnte ihre Nachfolgerin gut einarbeiten und freut sich über den gelungenen Generationswechsel in der Kurberatung.Erik Lehwald / Caritasverband

Die Kurberatung ist seit je her ein freiwilliges Angebot des Caritasverbandes Düren-Jülich e.V., das fast ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert wird. Der Kostendruck zwingt viele Verbände diese Beratung auslaufen zu lassen. Nicht so im hiesigen Caritasverband, der hier bewusst auf Kontinuität setzt. "Die Arbeit von Frau Gross war so überzeugend und ein wichtiger Baustein im Bereich unserer Familienarbeit, dass der Vorstand mit einer Neubesetzung der Stelle sofort einverstanden war", so Rudolf Stellmach, der zuständige Fachbereichsleiter.

Jetzt hat Frau Sonja Gysbers-Krause die Nachfolge von Frau Gross übernommen und freut sich sehr darauf, in diesem Arbeitsfeld tätig zu werden. Nach der Ausbildung zur Krankenschwester und dem Studium der Sozialen Arbeit, konnte sie bereits in Aachen als ehrenamtliche Kurlotsin Erfahrungen sammeln. Für die Zukunft gibt es daher bereits Pläne die Beratung auch mit ehrenamtlichen Kurlotsen in der Region, gerade in den ländlichen Gemeinden, zu verstärken und auch die Zielgruppe der pflegenden Angehörigen mit in den Blick zu nehmen, die ebenfalls Anspruch auf diese Vorsorgemaßnahmen haben.

Sprechzeiten der Kurberatung

in Düren (nach Terminvereinbarung):
Di. 08.30-13.30 Uhr
Mi. 14.00-16.00 Uhr
Do. 9.00-12.30 Uhr
Fr. 08.30-12.30 Uhr
Ort: Friedrichstraße 11, 52351 Düren
Telefon: 02421 / 481-16


in Jülich (offene Sprechstunde):
Mi. 8.30-12.30 Uhr
Ort: Merkatorstraße 31, 52428 Jülich
Telefon: 02461 / 622-6400

 

 

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