Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa haben heute in Trier einen Standort des Caritas-Projekts "Sozialraum Bahnhof" besucht. Der Haltepunkt Trier-West, der erst vor einem Jahr als Station des Personennahverkehrs wieder eröffnet worden ist, soll durch das Projekt ein Ort sozialer Begegnung werden.
"Bahnhöfe sind nicht allein Ein- und Umstiegsorte und Knotenpunkte im Mobilitätsnetz der Bahn, sondern zugleich öffentliche Räume, die das Stadtbild prägen: Hier treffen sich Menschen ganz unterschiedlicher Herkünfte und Hintergründe", erklärte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa. "Verkehrs- und Sozialpolitik müssen verknüpft werden. Dafür braucht es Investitionen in die Sicherheit der Bahnhöfe ebenso wie Konzepte zur Attraktivierung des Sozialraums Bahnhof."
In Trier gelingt mit niedrigschwelligen Hilfen und sozialräumlicher Unterstützung, dass der Haltepunkt Raum der Begegnung sein kann. Dort erfahren die Menschen Unterstützung, die typischerweise an Bahnhöfen stranden. Die kontinuierliche Präsenz, Beziehungsarbeit und Unterstützung für Reisende sowie für Gestrauchelte tragen dazu bei, den Bahnhof in seiner Knotenfunktion für Bahn und Stadtgesellschaft zu stärken.
Im Benedikt-Labre-Haus wird in direkter Nähe zum Haltepunkt Hilfe für Menschen in prekären Lebenssituationen angeboten. Die Einrichtung ist ein Beispiel, wie wichtig die Verbindung von sozialer Unterstützung, Gemeinwesenarbeit und Kooperation mit Kommune, Bahn und weiteren Akteuren ist, wenn Verelendung wirksam abgewendet werden soll.
Die Entwicklung des im Januar gestarteten Projekts geht hier über die traditionelle Sozialarbeit hinaus. "Sozialraum Bahnhof" heißt für das Team des Benedikt-Labre-Hauses, den Bahnhof als gesellschaftlichen Begegnungsort weiterzudenken. Der nach 40 Jahren wiedereröffnete Haltepunkt verbindet die ökologische Verkehrswende mit dem Bedarf an sozialer Teilhabe im Sinne der Mobilität. Hier Begegnungsräume und Ankerpunkte für und mit unterschiedlichsten Menschen zu schaffen, ist Ziel des Projekts.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder:
"Bahnhöfe sind für Millionen von Reisenden jeden Tag der erste Kontaktpunkt mit der Bahn und Ausgangspunkt ihrer Reise - egal ob in den Urlaub oder täglich zur Arbeit. Für viele Menschen sind Bahnhöfe aber auch eine Endstation, wenn das Leben sie auf das falsche Gleis gelenkt hat. Projekte wie der Sozialraum Bahnhof oder die rund 100 Bahnhofsmissionen in ganz Deutschland unterstützen diese Menschen in zumeist schwierigen Notlagen. Damit leisten die meist ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag und sind oft der erste Lichtblick in der Notlage vieler Menschen. Dafür gilt Ihnen mein Respekt und Dank."
Caritas-Direktor_in Annemarie Egner und Christian Nicolay:
"Bahnhöfe sind Orte der Begegnung, an denen oft Menschen in belastenden oder existenziellen Situationen zusammenkommen und niedrigschwellige Hilfe benötigen. Als Caritasverband Trier leisten wir deshalb seit vielen Jahren soziale Arbeit in diesen Sozialräumen, in der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof Trier und nun auch am neuen Bahnhof Trier-West mit dem Benedikt-Labre-Haus."
Zum Projekt "Sozialraum Bahnhof"
"Sozialraum Bahnhof" ist ein von der Stiftung Mercator für drei Jahre finanziertes Projekt mit dem Ziel, Bahnhöfe als soziale Räume zu erschließen - als Orte, an denen Teilhabe, Sicherheit und Gemeinschaft möglich sind. Bahnhofsviertel, die in vielen Städten als Armuts- und Problemquartiere gelten, sollen für alle sicherer und zugänglicher gestaltet werden. Die Stiftung Mercator fördert das Projekt an 15 Standorten in Deutschland.
Pressemitteilung
Berlin
Bundesverkehrsminister und Caritas: Mobilität und soziale Teilhabe gemeinsam fördern
Erschienen am:
13.03.2026
Herausgeber:
Deutscher Caritasverband e. V.
Pressestelle
Reinhardtstraße 13
10117 Berlin
+49 30 284447-42
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