Der Deutsche Caritasverband begrüßt das heute vorgelegte Policy Paper der Jugend-Enquete-Kommission 2025. Es setzt ein starkes Zeichen dafür, dass Schule ein Ort "für alle" sein muss - ein Ort, der Teilhabechancen und Zukunftsmut stärkt.
Damit das gelingt, braucht es entschlossene gemeinsame Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen für bessere Lern- und Lehrbedingungen. Es braucht ein enges Miteinander von Bildungs- und Familienpolitik und es braucht die aktive Mitwirkung von Schulen als Mikrokosmos unterschiedlicher Generationen.
Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa:
"Gute Bildungschancen sind heute eng mit Fragen mentaler Gesundheit verbunden. Kinder und Jugendliche kommen nicht mit einem Schutzschild auf die Welt. Spätestens seit Corona wissen wir, dass es breiter Unterstützung und neuer Formen der Kooperation im schulischen Kontext braucht, um die Resilienz junger Meschen zu stärken. Schulsozialarbeit, niedrigschwellige psychosoziale Erstanlaufstellen und offene Jugendangebote wie Jugendclubs sind Säulen eines gerechten und zukunftsfähigen Bildungssystems. Sie müssen langfristig und verlässlich finanziert werden.
Die Bundesschülerkonferenz und die Jugend-Enquete-Kommission zeigen deutlich, vor welchen Herausforderungen junge Menschen in ihrer Lebenswelt heute stehen. Wir müssen in die Qualität des Miteinanders der Generationen investieren und uns dabei politisch eingestehen, dass Menschen jenseits der 50 nicht mehr automatisch wissen, wie es sich "anfühlt", heute jung zu sein, auch wenn sie selbst einmal jung waren."